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Finanzierung der Umsetzung von Standardelementen an Schulen

Zur Umsetzung des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" sind sowohl Ressourcen für die schulinternen Prozesse als auch Finanzmittel für die Umsetzung von Standardelementen in Kooperation mit externen Partnern vorgesehen:

 

  • Stärkung von Strukturen an Schulen durch Anrechnungsstunden

Die staatlichen allgemeinbildenden Schulen, die die Standardelemente im Sinne des Gesamtsystems umsetzen, erhalten für den zusätzlichen Koordinationsaufwand Anrechnungsstunden auf Basis der amtlichen Schülerzahlen (insbesondere für die Koordinatorinnen und Koordinatoren der Berufs- und Studienorientierung sowie die Berufswegeplanung mit halbjährlicher Beratung der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern).  Dafür sind bis zum Endausbau schrittweise bis zu 510 zusätzliche Stellen vorgesehen.

Berufskollegs erhalten sukzessive ebenfalls Anrechnungsstunden für den Aufbau einer koordinierten Übergangsgestaltung.

Ersatzschulen können auf freiwilliger Basis an der Umsetzung des Gesamtsystems partizipieren. Die Voraussetzungen, die Refinanzierung der Anrechnungsstunden, die Finanzierung der Standardelemente mit externen Partnern sowie das Antragsverfahren sind mit Erlass vom 19. August 2013 festgelegt.

Die Anrechnungsstunden werden den Schulen schulscharf über einen entsprechenden Erlass des Schulministerium durch die Schulaufsicht zugewiesen.

 

  • Stärkung der Infrastruktur bei der Schulaufsicht

Die Regierungsbezirke und die Schulämter erhalten zusätzliche Stellen für Koordination, Fortbildung und Qualitätsentwicklung. Sie benennen Personen als Koordinatorinnen und Koordinatoren der oberen Schulaufsicht, die mit dieser Aufgabe der Begleitung von Schulen in der Umsetzung im Sinne der Qualitätsentwicklung betraut werden.

Die Schulamtsbezirke erhalten jeweils Anrechnungsstunden, um auf kommunaler Ebene bei der Umsetzung der Standardelemente an Schulen mitzuwirken.

 

  • Finanzierung einzelner Standardelemente mit externen Partnern

Die Standardelemente, die in Zusammenarbeit mit externen Partnern durchgeführt werden - wie die Potenzialanalyse oder die Praxiskurse - werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Verfügung gestellt.

Die Abwicklung liegt bei der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks e.V. (LGH). Die kommunalen Koordinierungsstellen sichern vor Ort den organisatorischen Rahmen für die förderrechtliche Abwicklung. Die Finanzmitteln fließen also nicht direkt an die Schulen, die dann mit den Trägern abrechnen. Vielmehr erfolgen die Abrechnungen etwa zur Auswahl von Trägern für die Potenzialanalyse direkt durch die LGH.